
Strompreis im Vergleich für 2026 über Stromvergleich
Der Strompreis kennt seit Jahren nur eine Richtung: Nach oben! Die Liberalisierung (Privatisierung) des Strommarktes 1998 hatte ursprünglich das Ziel, die Strompreise für private Verbraucher langfristig zu senken. Doch das Gegenteil ist eingetreten. Der Strompreis für den Endverbraucher hat sich in den letzten 27 Jahren bis 2026 ungefähr verneunfacht, in 2021/2022 sogar verfünfzehnfacht, obwohl die Kosten für die Stromerzeugung gesunken sind. Grund sind falsche politische Entscheidungen und falsche Anreize.
Die Strompreisentwicklung geht stetig nach oben. Gegen teure Stromtarife und Stromanbieter hilft nur ein unabhängiger Stromvergleich über einen professionellen Stromrechner. Jetzt Strompreise vergleichen und mehrere undert Euros pro Jahr sparen.
Was war Grund für diese Strompreis-Explosion von 4,07 Cent/kWh (1998) auf 31,37 Cent/kWh (2020) und über 40 bis 70 Cent/kWh in 2022? Zwischen 2023 und 2025 schwankten die Strompreise zwischen 25 und 45 Cent/kWh. Ab dem Jahr 2025 gab es bei den Strompreisen eine Entspannung. Besonders für Neukunden winken in 2026 bei einem Stromanbieter-Wechsel günstigere Strompreise und Wechselprämien. Oft sind Strompreise von 20 bis 25 Cent pro kWh möglich. Sinken die Strompreise im Verlauf des Jahres 2026 noch weiter? Wie setzt sich der Strompreis im Detail zusammen? Welche Auswirkungen hat die Zusammensetzung des Strompreises auf die Stromtarife der Stromanbieter? Erfahren Sie hier, was Sie gegen die ständige steigende Strompreise tun können.
Hier finden Sie alles Wichtige zum Thema Strompreise:
Wie hoch ist der aktuelle Strompreis in 2026 durchschnittlich?
Der Strompreis in Deutschland betrug im Jahresmittel in 2025 durchschnittlich 38,08 Cent pro kWh (Kilowattstunde) Strom, bei einem jährlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh (Quelle: BDEW). Über den Strompreisvergleich können Sie den für Sie günstigsten Strompreis finden, der deutlich geringer ist. Beim Stromanbieter wird der Strompreis als „Arbeitspreis“ angegeben. Der Grundpreis kommt dazu.
Im Jahresmittel 2025 machen staatliche Steuern, Abgaben und Umlagen 34 % vom durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 38,08 Cent pro kWh aus. Das sind ca. 13 Cent pro kWh. Enthalten sind unter anderem Stromsteuer, Konzessionsabgabe, KWKG Umlage, AbN Umlage, Offshore Netzumlage sowie die Mehrwertsteuer. Die EEG Umlage liegt weiterhin bei 0 und ist in diesem Wert nicht mehr als Preisbestandteil enthalten.
Neben dem Arbeitspreis gibt es meist einen festen Grundpreis. 2026 liegt er im Schnitt bei rund 150 bis 160 € pro Jahr, also ca. 12 bis 13 € pro Monat.
Beim Strompreisvergleich solltest du deshalb Arbeitspreis und Grundpreis immer zusammen prüfen. Gerade bei niedrigem Verbrauch kann ein hoher Grundpreis den Tarif spürbar verteuern, selbst wenn der Arbeitspreis günstig wirkt.
Aktuelles zum Strompreis in 2026
Der Strompreis für Haushalte hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Nach dem deutlichen Anstieg während der Energiekrise sind die Preise zwar wieder gesunken, liegen aber weiterhin spürbar über dem früheren Niveau. Für 2025 wird der durchschnittliche Haushaltsstrompreis häufig mit rund 39 Cent pro Kilowattstunde angegeben. Dieser Wert basiert überwiegend auf bestehenden Lieferverträgen und der Grundversorgung und ist nicht mit den aktuell verfügbaren Neukundentarifen gleichzusetzen.
Für 2026 wird der durchschnittliche Strompreis für private Haushalte bei etwa 38 Cent pro Kilowattstunde erwartet. Der Rückgang fällt insgesamt moderat aus, da sinkende Beschaffungskosten nur einen Teil des Strompreises beeinflussen. Regulierte Netzentgelte sowie staatliche Steuern und Abgaben machen weiterhin einen erheblichen Anteil am Endpreis aus.
Deutlich anders stellt sich die Situation bei neuen Stromtarifen dar, also Strompreisen für Neukunden. Sinkende Netzentgelte in vielen Regionen, ein entspannteres Umfeld am Stromgroßhandelsmarkt und ein intensiver Wettbewerb unter den Stromanbietern führen dazu, dass Neukundentarife deutlich günstiger kalkuliert werden können als der ausgewiesene Durchschnittspreis. Je nach Wohnort und Jahresverbrauch beginnen attraktive Wechselangebote bereits im Bereich von etwa 20 bis 25 Cent pro Kilowattstunde.
Dadurch entwickeln sich die Strompreise im Jahr 2026 weiter auseinander. Haushalte in der Grundversorgung oder mit älteren Verträgen zahlen häufig weiterhin Preise nahe dem Durchschnitt. Wer seinen Tarif aktiv vergleicht und wechselt, profitiert dagegen schneller von sinkenden Kosten. Genau dieser Effekt macht den Strompreisvergleich 2026 besonders wichtig, weil Entlastungen nicht automatisch bei allen Haushalten ankommen, sondern zuerst dort sichtbar werden, wo Anbieter neue Tarife im Wettbewerb anbieten.
Strompreisanalyse von BDEW
Die Strompreisanalyse des BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.) aus Berlin zeigt auf einen Blick, wie sich die Strompreise in Deutschland entwickeln und wie sie sich zusammensetzen. Grundlage sind Durchschnittswerte der am Markt verfügbaren Stromtarife für den jeweiligen Zeitraum. Dargestellt werden sowohl die Entwicklung der Strompreise für private Haushalte als auch das Preisniveau für Industriekunden. Ergänzend erklärt die Analyse transparent, welchen Anteil Beschaffung, Vertrieb, Netzentgelte sowie Steuern, Abgaben und Umlagen am Gesamtpreis haben. Die vollständige Analyse steht am Seitenende als Download zur Verfügung.
Haushalte So hat sich der Strompreis in Deutschland entwickelt
Der durchschnittliche Strompreis für Haushaltskunden ist im Jahresmittel 2025 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Aktuell liegt er bei rund 39,6 Cent pro Kilowattstunde. Die eingebettete Grafik macht deutlich, dass der starke Preisanstieg der vergangenen Jahre inzwischen abgeflacht ist und sich das Preisniveau stabilisiert.
Den größten Kostenblock bilden weiterhin Beschaffung und Vertrieb. Mit durchschnittlich 16,0 Cent pro Kilowattstunde entfallen rund 40 Prozent des Strompreises auf diesen Bereich. Dazu zählen unter anderem die Kosten für den Energieeinkauf an den Strombörsen sowie die Aufwendungen der Anbieter für Kundenservice und Abrechnung.
Die Netzentgelte liegen 2025 im Durchschnitt bei etwa 10,9 Cent pro Kilowattstunde. Ihr Anteil am Gesamtstrompreis beträgt damit rund 28 Prozent. Sie decken die Kosten für Betrieb, Wartung und Ausbau der Stromnetze ab und werden regional unterschiedlich erhoben.
Steuern, Abgaben und Umlagen belaufen sich aktuell auf rund 12,7 Cent pro Kilowattstunde. Dieser Kostenblock macht etwa 32 Prozent des Strompreises für Haushalte aus. Dazu zählen unter anderem die Stromsteuer, die Mehrwertsteuer sowie weitere staatlich festgelegte Bestandteile.
Komponenten des Strompreises im Überblick
Der aktuelle durchschnittliche Strompreis für private Haushalte liegt 2026 bei rund 38,08 Cent pro Kilowattstunde. Dieser Endpreis setzt sich aus drei großen Blöcken zusammen: Beschaffung, Vertrieb und Service, Netzentgelte für Transport und Verteilung sowie staatliche Steuern, Abgaben und Umlagen. Je nachdem, ob du in der Grundversorgung bist, einen Bestandsvertrag hast oder als Neukunde wechselst, verschieben sich die Anteile leicht. Neukundentarife beim Strom sind deutlich günstiger als Tarife für Bestandskunden. Das grundlegende Prinzip der Strompreiszusammensetzung bleibt jedoch gleich.
Stromerzeugung, Vertrieb
Der Preis für Stromerzeugung, Beschaffung und Vertrieb macht 2026 mit rund 42,0 Prozent den größten Anteil am Strompreis aus. Das entspricht etwa 16,00 Cent pro kWh bei einem durchschnittlichen Gesamtpreis von 38,08 Cent pro kWh. Enthalten sind zum einen die Kosten, die ein Stromanbieter am Strommarkt für die Beschaffung der benötigten Strommengen zahlt. Zusätzlich fallen Ausgaben für Vertrieb, Verwaltung und die Abwicklung der Tarife an. Auch Serviceleistungen wie Kundenbetreuung und Abrechnung gehören in diesen Block.
- Kosten für Stromerzeugung und Beschaffung am Strommarkt
- Kosten für Vertrieb, Verwaltung und Abrechnung
- Kosten für Service und Kundenbetreuung
Netzentgelte
Der zweite Preisbestandteil sind 2026 die Netzentgelte. Sie machen rund 23,9 Prozent am Strompreis aus und entsprechen etwa 9,09 Cent pro kWh. Stromanbieter zahlen diese regulierten Gebühren für die Nutzung der Stromnetze, also für Transport und Verteilung des Stroms bis zum Haushalt. Die Höhe der Netzentgelte unterscheidet sich regional deutlich, weil Netzausbau, Netzstruktur und Betriebskosten je nach Gebiet verschieden sind. Für 2026 wird in vielen Regionen mit sinkenden Netzentgelten gerechnet, was den Strompreis rechnerisch direkt entlasten kann.
- Netzentgelte für Transport und Verteilung über Übertragungsnetze und Verteilnetze
- Regionale Unterschiede durch Netzausbau, Netzstruktur und laufenden Netzbetrieb
Abgaben, Steuern und Umlagen
Staatliche Steuern, Abgaben und Umlagen machen 2026 zusammen rund 34 Prozent des Strompreises aus, das sind etwa 13 Cent pro kWh. Dieser Teil ist gesetzlich geregelt und kann vom Stromanbieter nicht beeinflusst werden. Die Grafik unterscheidet hier zwischen Mehrwertsteuer und sonstigen Abgaben.
- Mehrwertsteuer 6,33 Cent pro kWh (auf den gesamten Strompreis fällig)
- Sonstige Abgaben 6,66 Cent pro kWh
- Stromsteuer 2,05 Cent pro kWh
- Konzessionsabgabe 1,67 Cent pro kWh
- AbN 1,56 Cent pro kWh
- Offshore Netzentgelt Umlage 0,94 Cent pro kWh
- KWKG Umlage 0,45 Cent pro kWh
Strompreis-Komponenten im Detail
Jeder Stromanbieter verkauft Strom über unterschiedliche Tarife. Der durchschnittliche Strompreis für private Haushalte liegt 2026 bei rund 38,08 Cent pro Kilowattstunde und hängt von mehreren Preisbestandteilen ab, die sich je nach Region, Verbrauch und Tarif unterschiedlich auswirken. Aus diesem Grund lohnt sich der Strompreisvergleich einmal pro Jahr, ob der aktuelle Stromtarif im Vergleich zu anderen Angeboten noch günstig ist.
Wichtig für dich: Nur ein Teil des Strompreises ist echter Wettbewerb. Vor allem bei Stromerzeugung, Beschaffung und Vertrieb kann dein Anbieter durch Einkauf, Kalkulation und Effizienz Einfluss nehmen. Genau deshalb lohnt sich ein Strompreisvergleich regelmäßig, weil du hier das größte Sparpotenzial hast und weil günstige Neukundentarife oft deutlich unter dem Durchschnittspreis liegen.
Stromerzeugung
Die Stromerzeugung bzw. die Produktion, die Beschaffung sowie der Vertrieb von Strom sind die einzigen Bestandteile des Strompreises, die ein Stromanbieter direkt beeinflussen kann. In diesem Bereich entscheidet sich, wie günstig ein Anbieter Strom einkauft, wie er Preisrisiken absichert und wie effizient Vertrieb, Abrechnung und Kundenservice organisiert sind. Genau hier entsteht der Wettbewerb zwischen den Stromanbietern, der bei Neukundentarifen besonders deutlich sichtbar wird.
Zunächst geht es um die eigentliche Stromerzeugung oder den Stromeinkauf. Stromanbieter produzieren Strom in eigenen Anlagen oder kaufen ihn am Großhandelsmarkt ein. Eine zentrale Rolle spielt dabei die European Energy Exchange (EEX) in Leipzig. Sie ist einer der wichtigsten Handelsplätze für Strom in Europa. Über die EEX werden Strommengen sowohl kurzfristig als auch langfristig gehandelt.
Am Spotmarkt werden Strommengen für den nächsten Tag oder den gleichen Tag gehandelt. Diese Preise reagieren sehr schnell auf aktuelle Angebot- und Nachfragesituationen, zum Beispiel auf Wetterlagen oder kurzfristige Kraftwerksausfälle. Zusätzlich nutzen Stromanbieter den Terminmarkt, um sich Strommengen Wochen, Monate oder sogar Jahre im Voraus zu sichern. Damit stabilisieren sie ihre Einkaufspreise und reduzieren das Risiko starker Preisschwankungen.
Neben der reinen Beschaffung fallen in diesem Bereich zahlreiche weitere Kosten an. Dazu gehören Marketing und Vertrieb der Stromtarife, die Tarifkalkulation, Abrechnungssysteme, IT-Infrastruktur, Forderungsmanagement, Kundenhotlines sowie die Marge des Stromanbieters. Anbieter mit vielen Kunden oder effizienter Organisation können diese Kosten pro Kunde niedriger halten. Ebenso haben große Anbieter häufig bessere Verhandlungsmöglichkeiten beim Stromeinkauf und können günstigere Einkaufspreise erzielen.
Dieser Teil des Strompreises reagiert am schnellsten auf Marktveränderungen. Sinkende Großhandelspreise oder bessere Einkaufsbedingungen wirken sich hier zuerst aus. Deshalb fallen neue Stromtarife oft deutlich schneller im Preis als bestehende Verträge oder die Grundversorgung. Genau diesen Effekt nutzt du mit einem Strompreisvergleich, weil du Anbieter vergleichst, die ihre Beschaffungskosten und Vertriebsstrukturen unterschiedlich kalkulieren.
Typische Bestandteile von Stromerzeugung, Beschaffung und Vertrieb sind
- Stromerzeugung in eigenen Anlagen oder Stromeinkauf am Großhandelsmarkt
- Beschaffung über Spotmarkt und Terminmarkt an der EEX
- Absicherung gegen Preisschwankungen und Preisrisiken
- Marketing, Vertrieb und Tarifgestaltung
- Abrechnung, IT, Kundenservice und Verwaltung
- Marge des Stromanbieters
Netzentgelte
Netzentgelte sind ein zentraler Bestandteil des Strompreises und betreffen jeden Haushalt, unabhängig davon, bei welchem Stromanbieter du bist. Sie sind die Gebühren für den Transport und die Verteilung des Stroms vom Kraftwerk oder von Erzeugungsanlagen bis zu deinem Zähler. Damit werden Betrieb, Wartung, Instandhaltung und Ausbau der Stromnetze finanziert. Stromanbieter können diese Kosten nicht frei festlegen, weil Netzentgelte staatlich reguliert sind und von den Netzbetreibern erhoben werden. Die zuständige Aufsicht liegt bei der Bundesnetzagentur, die Rahmenbedingungen und Genehmigungen für Netzentgelte überwacht.
Damit du den Zusammenhang mit den Strompreisen nach Postleitzahl verstehst, ist ein Punkt besonders wichtig: Netzentgelte sind regional sehr unterschiedlich. Der Strom fließt nicht einfach über ein einziges Netz, sondern über mehrere Ebenen, von Übertragungsnetzen bis zu regionalen Verteilnetzen. Je nach Netzgebiet fallen unterschiedliche Kosten an, zum Beispiel weil der Ausbau erneuerbarer Energien in einer Region stärker ist, weil mehr Leitungen modernisiert werden müssen oder weil die regionale Netzauslastung anders aussieht. Genau deshalb kann derselbe Stromtarif bei zwei verschiedenen Postleitzahlen unterschiedliche Endpreise haben, obwohl der Anbieter identisch ist.
Für 2026 wird in vielen Regionen mit sinkenden Netzentgelten gerechnet. Das kann den Strompreis rechnerisch direkt entlasten. Trotzdem bedeutet das nicht automatisch, dass jeder Haushalt sofort weniger bezahlt. In der Grundversorgung und in älteren Bestandsverträgen werden Anpassungen oft verzögert sichtbar. Bei neuen Tarifen werden veränderte Netzentgelte in der Regel schneller berücksichtigt, weil Anbieter ihre Preise regelmäßig neu kalkulieren und dabei aktuelle Netzkosten direkt einpreisen.
Wichtige Punkte zu Netzentgelten:
- Gebühren für Transport und Verteilung des Stroms über Übertragungsnetze und Verteilnetze
- Finanzierung von Betrieb, Wartung, Instandhaltung und Ausbau der Netzinfrastruktur
- staatlich reguliert, Stromanbieter können die Höhe nicht beeinflussen
- regional unterschiedlich, daher deutliche Preisunterschiede nach Postleitzahl möglich
- 2026 in vielen Regionen sinkend, Entlastung wird oft zuerst in Neukundentarifen sichtbar
Konzessionsabgabe
Die Konzessionsabgabe ist ein fester Bestandteil des Strompreises und fließt direkt an Städte und Gemeinden. Sie ist die Gegenleistung dafür, dass Stromleitungen öffentliche Wege, Straßen und Flächen nutzen dürfen. Ohne diese Konzession könnten Stromnetze nicht durch kommunales Gebiet geführt werden. Für Haushalte ist die Konzessionsabgabe deshalb ein klassisches Beispiel für einen staatlich beziehungsweise kommunal geprägten Preisbestandteil, auf den weder Stromanbieter noch Verbraucher direkten Einfluss haben.
Die Höhe der Konzessionsabgabe ist gesetzlich geregelt, variiert aber je nach Kommune und Einwohnerzahl. Größere Städte dürfen eine höhere Konzessionsabgabe erheben als kleinere Gemeinden. Genau deshalb unterscheidet sich dieser Bestandteil des Strompreises regional leicht. Für dich als Verbraucher bedeutet das, dass ein Teil deiner Stromrechnung direkt in den kommunalen Haushalt fließt und dort zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben genutzt wird.
Im Jahr 2026 liegt die Konzessionsabgabe für private Haushalte im Durchschnitt bei rund 1,67 Cent pro Kilowattstunde. Sie fällt unabhängig davon an, ob du dich in der Grundversorgung befindest oder einen günstigen Neukundentarif nutzt. Beim Strompreisvergleich kannst du diesen Anteil also nicht senken, sondern nur den wettbewerblichen Teil aus Stromerzeugung, Beschaffung und Vertrieb optimieren.
Wichtige Punkte zur Konzessionsabgabe:
- Abgabe an Städte und Gemeinden für die Nutzung öffentlicher Wege und Flächen
- gesetzlich geregelt, vom Stromanbieter nicht beeinflussbar
- regional unterschiedlich je nach Kommune und Einwohnerzahl
2026 im Durchschnitt rund 1,67 Cent pro kWh
Bestandteil des Strompreises unabhängig vom gewählten Tarif
KWKG-Umlage
Die KWKG-Umlage ist ein gesetzlich festgelegter Bestandteil des Strompreises und dient der Förderung der Kraft Wärme Kopplung in Deutschland. Grundlage ist das Kraft Wärme Kopplungsgesetz (KWKG). Ziel dieser Förderung ist es, Anlagen zu unterstützen, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen. Durch diese gekoppelte Erzeugung wird der eingesetzte Brennstoff effizienter genutzt als bei der getrennten Produktion von Strom und Wärme.
Kraft Wärme Kopplungsanlagen kommen in unterschiedlichen Größen zum Einsatz. Sie reichen von großen Anlagen in der Industrie und bei Stadtwerken bis hin zu kleineren Anlagen in Wohngebäuden oder Quartierslösungen. Da bei der gleichzeitigen Erzeugung weniger Energie verloren geht, gilt KWK als wichtige Brückentechnologie für eine effizientere Energieversorgung. Die Förderung soll Investitionen in solche Anlagen wirtschaftlich attraktiv machen und zur Stabilisierung der Stromversorgung beitragen.
Die Kosten dieser Förderung werden nicht aus dem Staatshaushalt bezahlt, sondern über die KWKG Umlage auf alle Stromverbraucher umgelegt. Unabhängig davon, welchen Stromanbieter du hast oder ob du in der Grundversorgung bist, zahlst du diesen Anteil automatisch mit deiner Stromrechnung. Der Stromanbieter fungiert dabei lediglich als Einzugsstelle und hat keinen Einfluss auf die Höhe der Umlage.
Für 2026 liegt die KWKG Umlage bei rund 0,45 Cent pro Kilowattstunde. Sie macht damit nur einen vergleichsweise kleinen Teil des Strompreises aus, ist aber dauerhaft im Preis enthalten. Beim Strompreisvergleich kannst du diesen Bestandteil nicht vermeiden. Einsparungen sind nur beim wettbewerblichen Teil aus Stromerzeugung, Beschaffung und Vertrieb möglich.
Wichtige Punkte zur KWKG Umlage:
- gesetzliche Grundlage im Kraft Wärme Kopplungsgesetz
- Förderung von Anlagen zur gleichzeitigen Strom und Wärmeerzeugung
- Ziel ist eine höhere Energieeffizienz und Versorgungssicherheit
- Kosten werden auf alle Stromverbraucher umgelegt
- 2026 rund 0,45 Cent pro kWh
vom Stromanbieter und vom Tarif nicht beeinflussbar
AbN Umlage (Ausgleichsmechanismus für besondere Netznutzung)
AbN steht für Ausgleichsmechanismus für besondere Netznutzung. Die AbN Umlage ist seit 2026 ein eigener, ausgewiesener Bestandteil des Strompreises und beschreibt Kosten, die durch besondere Regelungen und Maßnahmen im Bereich der Stromnetze entstehen. Wichtig ist dabei: Für dich als Haushalt ist die AbN Umlage kein Wettbewerbspreis, sondern ein gesetzlich bzw. regulatorisch vorgegebener Bestandteil, der unabhängig vom Stromanbieter anfällt.
Der Kern der AbN Umlage ist ein Ausgleich. Bestimmte Stromverbraucher nutzen das Netz in einer Weise, die besondere Netzentgeltregelungen rechtfertigt. Gleichzeitig gibt es Maßnahmen, die die Stabilität des Stromnetzes sichern sollen und dafür Vergütungen benötigen. Die entstehenden Kosten werden nicht einzelnen Verursachern direkt zugeordnet, sondern über die AbN Umlage auf alle Stromverbraucher verteilt. Damit wird sichergestellt, dass Netzbetrieb, Netzstabilität und bestimmte Sonderregelungen finanziell abgesichert sind.
In der Praxis hängt die AbN Umlage vor allem mit zwei Themen zusammen. Erstens mit Regelungen nach §19 StromNEV, bei denen besonders stromintensive Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen reduzierte Netzentgelte zahlen. Diese Entlastung führt zu Mindereinnahmen bei Netzbetreibern, die über die AbN Umlage ausgeglichen werden. Zweitens mit Vergütungen für sogenannte abschaltbare Lasten. Dabei verpflichten sich große Verbraucher, ihren Stromverbrauch bei Bedarf kurzfristig zu reduzieren oder zu unterbrechen, um das Netz in Engpasssituationen zu stabilisieren. Auch diese Vergütungen werden über die AbN Umlage finanziert.
Für 2026 liegt die AbN Umlage bei rund 1,56 Cent pro Kilowattstunde. Sie gilt unabhängig davon, ob du in der Grundversorgung bist oder einen günstigen Neukundentarif nutzt. Du kannst diesen Bestandteil nicht wegoptimieren. Einsparungen erreichst du vor allem beim wettbewerblichen Teil aus Stromerzeugung, Beschaffung und Vertrieb.
Wichtige Punkte zur AbN Umlage:
- AbN bedeutet Ausgleichsmechanismus für besondere Netznutzung
- Bestandteil des Strompreises seit 2026 als eigener Posten ausgewiesen
- hängt insbesondere mit §19 StromNEV und abschaltbaren Lasten zusammen
- Kosten werden auf alle Stromverbraucher verteilt
- 2026 rund 1,56 Cent pro kWh
- vom Stromanbieter und vom Tarif nicht beeinflussbar
Offshore-Haftungsumlage / Offshore-Netzumlage
Die Offshore Haftungsumlage, heute meist als Offshore Netzentgelt Umlage bezeichnet, ist ein gesetzlich geregelter Bestandteil des Strompreises und steht im Zusammenhang mit der Netzanbindung von Offshore Windparks in Nord und Ostsee. Offshore Anlagen liegen weit vor der Küste und benötigen aufwendige Seekabel, Konverterplattformen und spezielle Netzinfrastruktur, um den erzeugten Strom ins deutsche Stromnetz einzuspeisen. Diese Anbindung ist technisch komplex und mit hohen Investitionen verbunden.
Ursprünglich wurde die Offshore Haftungsumlage eingeführt, um Netzbetreiber und Betreiber von Offshore Windparks gegen finanzielle Risiken abzusichern. Kommt es beim Anschluss an das Stromnetz zu Verzögerungen, technischen Störungen oder Ausfällen, entstehen erhebliche Kosten und Erlösausfälle. Damit diese Risiken nicht einzelne Unternehmen allein tragen müssen, werden sie über eine Umlage auf alle Stromverbraucher verteilt. Inzwischen wird diese Umlage als Offshore Netzentgelt Umlage ausgewiesen, weil sie funktional Teil der Netzkosten ist.
Die rechtliche Grundlage bildet §17 des Energiewirtschaftsgesetzes. Ziel ist es, den Ausbau der Offshore Windenergie planbar zu machen und Investitionen in diese Form der Stromerzeugung abzusichern. Ohne diese Regelung wären Offshore Projekte für Betreiber deutlich riskanter und der Ausbau erneuerbarer Energien auf See würde langsamer voranschreiten.
Für private Haushalte bedeutet das, dass ein kleiner Teil des Strompreises zur Absicherung und Finanzierung der Offshore Netzanbindung beiträgt. Dieser Anteil ist unabhängig vom Stromanbieter, vom Tarif und vom individuellen Verbrauchsverhalten. Er fällt sowohl in der Grundversorgung als auch bei günstigen Neukundentarifen an.
Für 2026 liegt die Offshore Netzentgelt Umlage bei rund 0,94 Cent pro Kilowattstunde. Sie macht damit nur einen begrenzten Teil des Strompreises aus, ist aber ein dauerhaft eingeplanter Bestandteil der Stromkosten.
Wichtige Punkte zur Offshore Haftungsumlage bzw. Offshore Netzentgelt Umlage:
- gesetzliche Grundlage in §17 Energiewirtschaftsgesetz
- Absicherung von Risiken bei der Netzanbindung von Offshore Windparks
- Finanzierung von Verzögerungen, Störungen und Haftungsfällen
- Kosten werden auf alle Stromverbraucher verteilt
- 2026 rund 0,94 Cent pro kWh
- vom Stromanbieter und vom Tarif nicht beeinflussbar
Stromsteuer
Die Stromsteuer ist ein fester Bestandteil des Strompreises und fällt auf jede verbrauchte Kilowattstunde Strom an. Sie ist eine bundesweit einheitliche Verbrauchssteuer und unabhängig davon, bei welchem Stromanbieter du bist oder in welcher Region du wohnst. Für private Haushalte ist die Stromsteuer deshalb ein klar vorgegebener Preisbestandteil, der sich durch einen Tarifwechsel nicht vermeiden lässt.
Eingeführt wurde die Stromsteuer Ende der 1990er Jahre im Rahmen der sogenannten Ökosteuer. Ziel war es, den Energieverbrauch zu verteuern und gleichzeitig staatliche Einnahmen zu erzielen. Ein Teil der Einnahmen wird bis heute genutzt, um andere staatliche Ausgaben zu finanzieren, unter anderem im Bereich der Sozialversicherungen. Für Stromkunden bedeutet das, dass die Stromsteuer nicht direkt an die Kosten der Stromerzeugung oder der Netznutzung gekoppelt ist, sondern unabhängig davon erhoben wird.
Die Stromsteuer fällt pauschal pro Kilowattstunde an. Sie steigt oder sinkt nicht mit dem Börsenstrompreis und reagiert auch nicht auf Marktentwicklungen. Dadurch wirkt sie wie ein fixer Sockel im Strompreis. Selbst wenn Strom am Markt günstiger wird, bleibt dieser Anteil unverändert bestehen und begrenzt damit, wie stark der Endpreis überhaupt sinken kann.
Für 2026 liegt die Stromsteuer bei 2,05 Cent pro Kilowattstunde. Dieser Wert gilt einheitlich für alle privaten Haushalte. Der Stromanbieter erhebt die Steuer im Auftrag des Staates und führt sie vollständig ab. Auf die Stromsteuer wird zusätzlich Mehrwertsteuer erhoben, was den Effekt für Verbraucher weiter verstärkt.
Wichtige Punkte zur Stromsteuer:
- bundesweit einheitliche Verbrauchssteuer pro Kilowattstunde
- unabhängig von Anbieter, Tarif und Region
- fixer Bestandteil des Strompreises ohne Marktbezug
- 2026 rund 2,05 Cent pro kWh
- auf die Stromsteuer fällt zusätzlich Mehrwertsteuer an
- nicht durch Tarifwechsel beeinflussbar
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Mehrwehrtsteuer
Die Mehrwertsteuer (MwSt.) ist einer der größten Einzelposten im Strompreis und wirkt für private Haushalte besonders stark, weil sie auf den gesamten Strompreis erhoben wird. Das bedeutet, sie fällt nicht nur auf den reinen Energiepreis an, sondern auch auf Netzentgelte sowie auf alle Steuern, Abgaben und Umlagen. Für Verbraucher entsteht dadurch eine faktische Doppelbesteuerung, weil staatlich festgelegte Preisbestandteile nochmals besteuert werden.
In Deutschland beträgt die Mehrwertsteuer auf Strom regulär 19 Prozent. Bezogen auf den durchschnittlichen Strompreis ergibt sich daraus im Jahr 2026 ein Anteil von rund 6,33 Cent pro Kilowattstunde. Da die Mehrwertsteuer prozentual berechnet wird, steigt oder sinkt sie automatisch mit dem Endpreis. Wird Strom insgesamt teurer, erhöht sich auch der Mehrwertsteueranteil. Sinkt der Strompreis, reduziert sich die Mehrwertsteuer entsprechend.
Für dich als Stromkunde ist die Mehrwertsteuer vollständig unvermeidbar. Sie gilt unabhängig davon, ob du dich in der Grundversorgung befindest oder einen günstigen Neukundentarif nutzt. Auch ein Anbieterwechsel kann diesen Bestandteil nicht beeinflussen. Der Stromanbieter erhebt die Mehrwertsteuer lediglich im Auftrag des Staates und führt sie vollständig an das Finanzamt ab.
Ein besonderer Aspekt ist, dass die Mehrwertsteuer auch auf Preisbestandteile erhoben wird, die selbst bereits staatlich festgelegt sind. Dadurch wirkt sie wie ein zusätzlicher Verstärker im Strompreis und erklärt, warum selbst kleine Preisänderungen bei anderen Bestandteilen spürbare Auswirkungen auf den Endpreis haben können.
Wichtige Punkte zur Mehrwertsteuer:
- 19 Prozent auf den gesamten Strompreis
- 2026 rund 6,33 Cent pro kWh
- fällt auch auf Netzentgelte sowie Abgaben und Umlagen an
- steigt und sinkt automatisch mit dem Endpreis
- unabhängig von Anbieter, Tarif und Region
- nicht durch Tarifwechsel beeinflussbar
Aktuelle Strompreise kWh für 2026
Beim Strompreisvergleich oben über den Kurzrechner geben Sie erstens Ihre Postleitzahl und zweitens Ihre Haushaltsgröße in Personen an.
Dabei müssen Sie nicht zwingend genau den kWh-Verbrauch eingeben, den Sie letztes Jahr hatten. Denn Sie zahlen nur den Strom, den Sie auch tatsächlich verbrauchen. Es reicht, sich an den durchschnittlichen Verbrauchswerten für Strom zu orientieren. Dazu klicken Sie im Vergleichsrechner auf die Felder und wählen die Anzahl der Personen aus, die in der Wohnung oder im Haus leben. Alternativ können Sie auch einen individuellen in das kWh-Feld eingeben.
Die Ergebnisse variieren je nach Wohnort und jährlichen Stromverbrauch. Strompreise sind nicht fix, sondern sind von diversen Marktveränderungen abhängig. Dadurch ändern sich die Preise für Strom nahezu wöchentlich.
Exemplarisch finden Sie hier am Beispiel einer Strompreissuche für die PLZ „10117“ in Berlin die Strompreise für einen 1-, 2-, 3-, 4- und 5-Personen-Haushalt. Dabei wurden unsere Einstellungen für faire Stromanbieter unverändert gelassen.
Die Ergebnisse zeigen den jährlichen Strompreis, der sich aus dem Arbeitsstrom und dem monatlichen Grundpreis zusammensetzt. Dabei erkennen Sie die mögliche Einsparpotenzial für eine günstigen Stromtarif im Vergleich zum Grundversorger. Über den Stromvergleich finden Sie Stromtarife, die deutlich günstiger als der aktuell durchschnittliche Strompreis in 2026 sind.
Im gesamten Strompreis sind alle Boni, Rabatte und Neukunden-Aktionen für das 1. Vertragsjahr enthalten.
Tipp: Je mehr Strom Sie verbrauchen, desto günstiger sollte der Arbeitspreis in Cent/kWh sein. Ein höherer monatlicher Basispreis würde dann weniger ins Gewicht fallen.
| Haushaltsgröße | Jährlicher Stromverbrauch | Strompreis beim Grundversorger | Günstigster Strompreis | Stromkosten Ersparnis im 1. Jahr | Arbeitspreis beim günstigsten Stromanbieter | Basispreis beim günstigsten Stromanbieter |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 Person | 1.500 kWh | 571,20 € | 379,22 € | 191,98 € | 28,19 Cent/kWh | 9,10 €/Monat (109,24 €/Jahr) |
| 2 Personen | 2.500 kWh | 952,00 € | 544,51 € | 407,49 € | 30,19 Cent/kWh | 7,23 €/Monat (86,76 €/Jahr) |
| 3 Personen | 3.500 kWh | 1.332,80 € | 757,41 € | 575,39 € | 30,19 Cent/kWh | 7,23 €/Monat (86,76 €/Jahr) |
| 4 Personen | 4.250 kWh | 1.618,40 € | 925,06 € | 693,34 € | 28,19 Cent/kWh | 9,10 €/Monat (109,24 €/Jahr) |
| 5 Personen | 5.000 kWh | 1.904,00 € | 1.113,00 € | 791,00 € | 27,36 Cent/kWh | 7,84 €/Monat (94,13 €/Jahr) |
Welchen Einfluss haben Stromanbieter auf den Strompreis?
Stromanbieter können den Strompreis nur teilweise beeinflussen. Den größten Gestaltungsspielraum haben sie bei Stromerzeugung, Beschaffung und Vertrieb. Hier geht es um den Stromeinkauf am Großhandelsmarkt, die Absicherung gegen Preisschwankungen, die Marge sowie Kosten für Vertrieb, Abrechnung, IT und Kundenservice. Genau in diesem Bereich entsteht der Wettbewerb und genau deshalb unterscheiden sich Tarife im Preis oft deutlich, vor allem bei Neukundentarifen.
Auf die beiden anderen Bestandteile haben Stromanbieter praktisch keinen Einfluss. Netzentgelte sind reguliert und regional unterschiedlich, werden aber nicht vom Anbieter festgelegt. Steuern, Abgaben und Umlagen sind gesetzlich vorgegeben und gelten für alle Tarife gleichermaßen. Diese festen Bestandteile erklären, warum Strompreise nicht im gleichen Tempo sinken, selbst wenn der Strom am Markt günstiger wird, und warum der Preisunterschied zwischen Grundversorgung, Bestandsvertrag und Neukundentarif hauptsächlich durch den Wettbewerbsanteil entsteht.
Tipp für den Strompreisvergleich: Lass in unserem Rechner die Voreinstellung Sofortbonus und Boni bis 15 Prozent aktiv. Damit filterst du Tarife heraus, die mit extrem hohen Boni arbeiten. Solche Angebote wirken im ersten Jahr oft künstlich günstig, können aber danach deutlich teurer werden oder sind insgesamt riskanter kalkuliert. Ein sehr hoher Bonus ersetzt keine solide Preisstruktur.
Gerade weil Stromanbieter beim eigentlichen Preis nur begrenzt Spielraum haben, sind überzogene Bonusmodelle ein Warnsignal. In der Vergangenheit gab es Fälle, in denen Anbieter mit aggressiven Preisen und hohen Boni schnell gewachsen sind und später in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Deshalb ist es sinnvoll, bei der Tarifwahl auf einen fairen Arbeitspreis, einen nachvollziehbaren Grundpreis und realistische Boni zu achten.
Wie teuer ist der Strompreis in Deutschland im Vergleich?
Der Vergleich der europäischen Haushaltsstrompreise zeigt, dass Deutschland auch 2025 zur Spitzengruppe gehört. Im Euroraum liegt der durchschnittliche Strompreis bei 0,3006 Euro pro kWh, in der EU 27 bei 0,2872 Euro pro kWh. Deutschland liegt mit 0,3835 Euro pro kWh deutlich darüber. Damit zahlen Haushalte hier spürbar mehr als der europäische Durchschnitt.
Auch andere Länder bewegen sich 2025 auf hohem Niveau. In Belgien liegt der Haushaltsstrompreis bei 0,3571 Euro pro kWh, in Dänemark bei 0,3485 Euro pro kWh. Ebenfalls relativ teuer sind Italien mit 0,3291 Euro pro kWh und Irland mit 0,3260 Euro pro kWh. Auf der anderen Seite stehen Länder mit deutlich niedrigeren Preisen wie Ungarn mit 0,1040 Euro pro kWh, Bulgarien mit 0,1300 Euro pro kWh oder Kroatien mit 0,1499 Euro pro kWh. Das macht sichtbar, wie groß die Unterschiede in Europa sind.
Warum ist Deutschland so teuer? Der Endpreis setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Ein großer Teil entfällt auf staatliche Preisbestandteile und regulierte Kosten. Gerade Steuern, Abgaben und Umlagen sowie Netzentgelte sorgen dafür, dass der Strompreis in Deutschland hoch bleibt, selbst wenn Beschaffungskosten zeitweise sinken. Besonders stark wirkt dabei die Mehrwertsteuer, weil sie auf den gesamten Strompreis erhoben wird, also auch auf Netzentgelte sowie andere Abgaben. Dadurch entsteht für Verbraucher eine zusätzliche Belastung, die Preissenkungen an anderer Stelle teilweise wieder auffrisst.
Für dich als Stromkunde ist die wichtigste Konsequenz simpel. Die staatlichen und regulierten Bestandteile kannst du nicht verändern. Einsparungen entstehen fast ausschließlich dort, wo Wettbewerb möglich ist, also bei Stromerzeugung, Beschaffung und Vertrieb. Abhilfe gegen hohe Strompreise bringt deshalb vor allem ein regelmäßiger Strompreisvergleich. So kannst du prüfen, ob dein aktueller Tarif noch günstig ist und bei Bedarf zu einem günstigeren Anbieter wechseln.
Wann sollte ich die Strompreise vergleichen?
Bei einer Strompreiserhöhung
Strompreise vergleichen und Stromanbieter wechseln: 14-tägiges Sonderkündigungsrecht nutzen, wenn der Stromanbieter die Preise erhöht.
Bei Umzug in neue Wohnung / Haus
Strompreise vergleichen und Stromanbieter wechseln: 14-tägiges Sonderkündigungsrecht nutzen, wenn Umzug in eine andere Wohnung oder ein Haus
Vertrag mit Grundversorger
Strompreise vergleichen und Stromanbieter wechseln: 14-tägiges Sonderkündigungsrecht nutzen, wenn noch ein Vertrag mit einem Grundversorger besteht
Teurer Stromanbieter / Stromtarif
Strompreise vergleichen und Stromanbieter wechseln, wenn sich im Stromvergleich herausstellt, dass der aktuelle Stromtarif oder Stromanbieter zu teuer ist.
Vergleichen Sie die Strompreise, wenn einer der folgenden Punkte zutrifft:
- Strompreiserhöhung durch Stromanbieter
- Umzug in eine neue Wohnung / in ein neues Haus
- Sie sind noch bei Ihrem Grundversorger
- Wenn Sie einen teuren Stromtarif haben
Strompreise vergleichen bei Strompreiserhöhung
Wie oft sollte man die Strompreise vergleichen? Spätestens, wenn die Strompreise steigen! Alljährlich ungefähr Mitte Oktober veröffentlichen die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW, Tennet TSO, Amprion und 50Hertz Transmission die Höhe der Netzumlage sowie der EEG-Umlage für das darauffolgende Jahr. So geschehen auch wieder im Oktober 2020 für das Jahr 2021.
In der Vergangenheit haben die Stromanbieter die ständig steigende Netzumlage und EEG-Umlage zum Anlass genommen, die Strompreise für die Stromkunden für das jeweils kommende Jahr zu erhöhen. Stromanbieter und Stromversorger verschicken daher ihre Strompreiserhöhungen in der Regel zum Ende des Jahres.
Sobald Ihr Stromanbieter die Preise erhöht, sollten Sie einen unabhängigen Stromvergleich durchführen. Bei einer Strompreiserhöhung haben Sie sogar ein Sonderkündigungsrecht. Sie können den Stromanbieter in nur 2 Wochen wechseln, egal wie lange Ihre Vertragslaufzeit ist.
Strompreise vergleichen bei einem Umzug
Sie haben auch ein Sonderkündigungsrecht, wenn Sie umziehen. Mit dem Umzug in eine andere Wohnung oder ein Haus wechselt auch die Zählernummer des Stromzählers. Nutzen Sie den Umzug, um zu prüfen, ob der jetzige Strompreis noch der günstigste am Markt ist.
Strompreise vergleichen, wenn noch beim Grundversorger
Sie können ebenso ein 14 Tage Sonderkündigungsrecht nutzen, wenn Sie Ihren Stromvertrag noch bei einem Grundversorger haben und den Stromanbieter noch nie gewechselt haben.
Strompreise vergleichen, Stromvertrag teuer
Zusätzlich zu den genannten Optionen mit einem Sonderkündigungsrecht gibt es eine einfache Regel: Vergleichen Sie die Strompreise, falls Sie denken, dass Ihr aktueller Stromanbieter und Stromtarif zu teuer ist. Über unseren unabhängigen Stromvergleich erkennen Sie das jährliche Einsparpotenzial. Sie können dann selbst entscheiden, ob sich der Stromanbieter-Wechsel lohnt oder nicht. In diesem Fall müssen Sie die vertraglich vereinbarte Kündigungsfrist beachten.
Der Strompreisvergleich ist der erste Schritt, um zu prüfen, ob der aktuelle Stromtarif noch günstig ist. Das jährliche Einsparpotenzial mit einem günstigeren Stromtarif kann mehrere hundert Euros betragen. Wenn das der Fall ist, lohnt sich es sich, zügig den Stromanbieter zu wechseln.
Faustregel:
Vergleichen Sie die Strompreise mindestens 1x jährlich!
Warum unterscheiden sich die Strompreise?
Der Strompreisvergleich über den Rechner ist kinderleicht und in nur wenigen Sekunden möglich. Für den Schnellvergleich sind nur 2 Angaben notwendig: Ihre Postleitzahl (PLZ) und der ungefähre jährliche Stromverbrauch in Kilowattstunden.
Obwohl die Daten von über 1.000 Stromanbietern mit über 23.000 Stromtarifen in den Vergleich einfliessen, werden im Ergebnis nur wenige hundert Stromtarife angezeigt. Wie kann das sein? Grund ist, dass die meisten Stromtarife von Stromanbietern nur regional verfügbar sind. Nur wenige Stromanbieter bieten bundesweite Stromtarife an.
Deshalb hat die fünfstellige Postleitzahl beim Strompreisvergleich eine entscheidende Bedeutung. Die PLZ filtert nur Angebote, die auch an Ihrem Wohnort tatsächlich verfügbar sind und online abgeschlossen werden können.
Zusätzlich variieren die Netzentgelte und die Konzessionsabgabe je Region, weshalb der Strompreis mit denselben Suchkriterien und beim selben überregionalen Anbieter beispielsweise in Frankfurt am Main, Köln, Leipzig oder Düsseldorf völlig unterschiedlich ist. Auch die jeweilige mögliche Ersparnis im Vergleich zum Grundversorger unterscheidet sich dabei.
Die Beispiele zeigen einen identischen Stromvergleich von 3.500 kWh für die Städte Berlin, München, Hamburg und Stuttgart. Dabei ist zu erkennen, dass vom preiswertesten Anbieter in Berlin (mainova) im Vergleich zum preiswertesten Anbieter in Hamburg (ebenfalls mainova) bis zu 100 € Unterschied besteht.
FAQs: Häufige Fragen und Antworten zum Strompreis in Deutschland
Was kostet 1 kWh Strom in Deutschland und warum ist das nur ein Durchschnittswert?
Der Strompreis pro Kilowattstunde ist der wichtigste Wert, wenn du deine Stromkosten einschätzen willst. Trotzdem ist er immer nur ein Durchschnitt, weil Preise regional stark schwanken und sich Tarife je nach Anbieter, Vertragsmodell und Zeitpunkt unterscheiden. In Statistiken stecken oft Mischwerte aus Grundversorgung und verschiedenen Tarifarten, inklusive anteiligem Grundpreis. In einem Vergleichsportal siehst du dagegen konkrete Angebote für deine Postleitzahl und deinen Verbrauch. Genau dort entstehen die echten Unterschiede, denn ein günstiger Arbeitspreis kann durch einen hohen Grundpreis relativiert werden und umgekehrt.
Praktisches Beispiel: Du liest einen Durchschnitt von rund 38 Cent pro kWh, findest aber über den Vergleich für Neukunden Angebote ab etwa 20 bis 28 Cent pro kWh, abhängig von Region und Tarif.
Empfehlung: Nutze den Durchschnitt nur zur Einordnung. Entscheidend ist immer der Preis, den du an deiner Adresse mit deinem Verbrauch tatsächlich zahlst.
Wie setzt sich der Strompreis zusammen und welche Bestandteile kannst du beeinflussen?
Dein Strompreis setzt sich grob aus drei Blöcken zusammen. Erstens Beschaffung und Vertrieb des Anbieters, also das, was der Strom selbst kostet und was der Anbieter für Service und Marge einplant. Zweitens Netzentgelte, die für Transport und Verteilung über die Netze anfallen. Drittens staatliche Bestandteile wie Steuern, Abgaben und Umlagen, inklusive Mehrwertsteuer. Wirklich beeinflussen kannst du vor allem den Teil deines Anbieters durch Tarifwahl, Zeitpunkt des Wechsels und Vertragsbedingungen. Netzentgelte und staatliche Anteile sind weitgehend vorgegeben, können sich aber regional und über die Jahre verändern.
Praktisches Beispiel: Du wechselst von der Grundversorgung in einen Sondertarif und sparst vor allem beim Anbieteranteil, während Netzentgelte und Steuern ähnlich bleiben.
Empfehlung: Vergleiche Tarife immer über den Gesamtpreis pro Jahr, nicht nur über den Arbeitspreis pro kWh.
Was ist der Unterschied zwischen Arbeitspreis und Grundpreis und was ist wichtiger?
Der Arbeitspreis ist der Betrag, den du pro verbrauchter Kilowattstunde zahlst. Der Grundpreis ist eine feste monatliche oder jährliche Pauschale, unabhängig davon wie viel Strom du verbrauchst. Für Haushalte mit hohem Verbrauch wirkt sich ein niedriger Arbeitspreis besonders stark aus. Bei niedrigem Verbrauch, zum Beispiel Single Haushalt oder Ferienwohnung, kann ein niedriger Grundpreis wichtiger sein, weil die Pauschale sonst den Vorteil eines günstigen Arbeitspreises auffrisst. Viele Fehler entstehen, wenn man nur auf den Cent Wert pro kWh schaut und den Grundpreis ignoriert.
Praktisches Beispiel: Ein Tarif kostet 26 Cent pro kWh, hat aber 240 Euro Grundpreis im Jahr. Ein anderer kostet 28 Cent pro kWh, hat aber nur 120 Euro Grundpreis. Bei geringem Verbrauch ist der zweite oft günstiger.
Empfehlung: Rechne immer mit deinem Jahresverbrauch und vergleiche die Gesamtkosten pro Jahr inklusive Grundpreis.
Warum unterscheiden sich Strompreise je nach Region und Postleitzahl so stark?
Strom ist technisch überall gleich, aber die Kosten rundherum sind regional unterschiedlich. Der größte Treiber sind oft die Netzentgelte, die je nach Netzgebiet variieren können. Zusätzlich kommen regionale Unterschiede bei Konzessionsabgaben und bei der Wettbewerbssituation hinzu. In manchen Regionen gibt es mehr Anbieter und mehr Preisdruck, in anderen ist das Angebot dünner. Auch die Grundversorgungstarife sind lokal unterschiedlich. Deshalb kann derselbe Anbieter in zwei Städten deutlich andere Preise anbieten, obwohl du am Ende aus demselben Netz Strom bekommst.
Praktisches Beispiel: Du ziehst um und stellst fest, dass dein bisher günstiger Tarif am neuen Wohnort deutlich teurer ist oder gar nicht angeboten wird.
Empfehlung: Vergleiche immer mit aktueller Postleitzahl und realistischem Jahresverbrauch, besonders nach einem Umzug oder wenn Netzentgelte sich ändern.
Wieso sind Neukundentarife oft viel günstiger als Bestandskundentarife?
Viele Anbieter kalkulieren Neukundentarife aggressiv, um neue Kunden zu gewinnen. Das kann durch zeitlich befristete Boni, durch günstige Einstiegspreise oder durch gezielte Preisaktionen passieren. Bestandskunden zahlen oft höhere Preise, weil sie seltener wechseln und weil der Anbieter bei bestehenden Verträgen eher die gestiegenen Kosten weitergibt. Wichtig ist, dass der niedrige Einstiegspreis nicht alles ist. Entscheidend ist, was nach Bonus und nach der ersten Preisphase passiert und wie die Kündigungsfristen sind.
Praktisches Beispiel: Du bekommst als Neukunde 150 Euro Bonus und einen günstigen Preis im ersten Jahr. Im zweiten Jahr steigt der Preis deutlich, wenn du nicht rechtzeitig kündigst.
Empfehlung: Achte auf den Preis im ersten Jahr und auf den voraussichtlichen Folgepreis. Setze dir rechtzeitig eine Erinnerung zur Kündigungsfrist.
Warum zeigen BDEW Analysen oft höhere Werte als Vergleichsportale wie Verivox oder Check24?
Analysen wie die des BDEW bilden häufig einen breiten Marktdurchschnitt ab, in dem viele Haushalte in der Grundversorgung oder in älteren Bestandskundentarifen enthalten sind. Vergleichsportale zeigen dagegen typischerweise konkrete aktuell verfügbare Angebote für Neukunden und oft die günstigeren Tarife im Markt. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Vergleichsportale viel niedrigere Preise zeigen. Beide Perspektiven sind richtig, aber sie beantworten unterschiedliche Fragen. Die eine zeigt, was viele Haushalte tatsächlich zahlen, die andere zeigt, was du durch Wechseln aktuell bekommen kannst.
Praktisches Beispiel: Ein Durchschnitt liegt nahe 38 Cent pro kWh, während ein Vergleich für deine PLZ Tarife um 24 bis 29 Cent pro kWh ausspielt.
Empfehlung: Nutze den BDEW Wert als Realitätscheck, aber nutze Vergleichsportale für deine konkrete Sparoption. Beides zusammen gibt dir ein sauberes Bild.
Wie berechnest du deine Stromkosten pro Jahr schnell und realistisch?
Für eine realistische Rechnung brauchst du drei Dinge. Deinen Jahresverbrauch in kWh, den Arbeitspreis in Cent pro kWh und den Grundpreis pro Jahr. Dann rechnest du Arbeitspreis mal Verbrauch und addierst den Grundpreis. Wenn Boni existieren, ziehst du sie ab, aber nur für das Jahr, in dem sie wirklich gelten. Achte darauf, ob es einen Sofortbonus oder einen Bonus nach 12 Monaten gibt und ob Bedingungen daran hängen. Bei Preisgarantien musst du prüfen, welche Bestandteile garantiert sind.
Praktisches Beispiel: 3.500 kWh bei 28 Cent ergeben 980 Euro. Dazu 150 Euro Grundpreis ergibt 1.130 Euro. Mit 100 Euro Bonus im ersten Jahr wären es 1.030 Euro.
Empfehlung: Vergleiche immer die Jahreskosten für deinen Verbrauch und rechne Bonus getrennt. So siehst du sofort, was du wirklich zahlst.
Was bedeutet Preisgarantie und worauf musst du dabei achten?
Eine Preisgarantie klingt nach Sicherheit, ist aber je nach Vertrag unterschiedlich definiert. Manche Anbieter garantieren nur den Energiepreis, also Beschaffung und Vertrieb. Andere garantieren zusätzlich bestimmte Preisbestandteile, schließen aber häufig staatliche Abgaben oder Netzentgelte aus. Wenn sich diese Bestandteile ändern, kann dein Endpreis trotz Garantie steigen. Außerdem gilt die Garantie meist nur für eine bestimmte Zeit. Oft entspricht sie der Mindestlaufzeit. Wichtig ist auch, wie Preisanpassungen angekündigt werden und welche Sonderkündigungsrechte du dann hast.
Praktisches Beispiel: Du hast eine Preisgarantie auf den Energiepreis, aber Netzentgelte steigen. Dein Gesamtpreis erhöht sich trotzdem, obwohl die Garantie formal eingehalten wird.
Empfehlung: Lies genau, welche Bestandteile garantiert sind. Eine gute Orientierung ist, ob die Garantie auf den Gesamtpreis pro kWh plus Grundpreis zielt oder nur auf einzelne Komponenten.
Grundversorgung oder Sondertarif, was ist beim Strompreis besser?
Die Grundversorgung ist der Tarif, in den du automatisch fällst, wenn du keinen aktiven Vertrag abschließt. Sie ist bequem, aber häufig teurer. Sondertarife sind meist günstiger, können aber Mindestlaufzeiten, Boni Bedingungen und unterschiedliche Vertragsdetails haben. Der Preisvorteil entsteht vor allem durch Wettbewerb. Trotzdem kann die Grundversorgung in seltenen Fällen kurzfristig attraktiv sein, etwa wenn du nur sehr kurz irgendwo wohnst oder wenn du maximale Flexibilität willst.
Praktisches Beispiel: Nach einem Umzug bist du erst einmal in der Grundversorgung. Nach ein paar Wochen wechselst du in einen Sondertarif und senkst deine Jahreskosten deutlich.
Empfehlung: Bleib nicht aus Bequemlichkeit in der Grundversorgung. Prüfe nach Umzug oder Vertragsende aktiv Sondertarife und wähle eine Laufzeit, die zu deiner Planung passt.
Welche Rolle spielen Netzentgelte und warum ändern sie sich?
Netzentgelte finanzieren Betrieb, Wartung und Ausbau der Stromnetze. Sie sind ein zentraler Kostentreiber, weil sie einen spürbaren Teil deines Strompreises ausmachen. Die Höhe hängt vom Netzgebiet ab, von Investitionen, Auslastung und regulatorischen Vorgaben. Änderungen können deshalb regional unterschiedlich ausfallen. Für dich als Verbraucher heißt das, dass sich Strompreise auch dann ändern können, wenn der eigentliche Energiepreis stabil bleibt. Anbieter geben Netzentgelt Änderungen in der Regel über den Gesamtpreis weiter.
Praktisches Beispiel: In einer Region sinken Netzentgelte, der Strompreis fällt spürbar. In einer anderen Region steigen sie und der Strompreis bleibt trotz günstigem Tarifvergleich höher.
Empfehlung: Vergleiche Tarife immer mit deiner Postleitzahl. Wenn sich Netzentgelte zum Jahreswechsel ändern, lohnt sich ein neuer Preischeck besonders.
Was ist der Strompreis und was genau sagt er aus?
Der Strompreis bezeichnet den Betrag, den du für eine Kilowattstunde Strom zahlst und ist die zentrale Kennzahl zur Bewertung von Stromkosten. Er wird meist in Cent pro kWh angegeben und beschreibt den verbrauchsabhängigen Teil deiner Stromrechnung. Der Strompreis allein ist jedoch nicht die gesamte Wahrheit, da zusätzlich ein fixer Grundpreis anfällt. Trotzdem ist der Strompreis der wichtigste Vergleichswert, weil er direkt zeigt, wie teuer oder günstig Strom aktuell am Markt ist und wie stark sich Preisänderungen auf deine Gesamtkosten auswirken.
Praktisches Beispiel: Steigt der Strompreis von 25 auf 30 Cent pro kWh, erhöhen sich bei 3.500 kWh Jahresverbrauch allein die Verbrauchskosten um 175 Euro pro Jahr, unabhängig vom Grundpreis.
Empfehlung: Achte beim Vergleich immer zuerst auf den Strompreis pro kWh und setze ihn anschließend in Relation zu deinem Verbrauch. Erst danach lohnt der Blick auf Grundpreis und Bonusmodelle.
Alle Beiträge zum Thema Strompreise
Strompreisvergleich
Die Strompreise steigen! Wechseln Sie deshalb zu einem günstigen Stromtarif mit deutlich weniger als 30 Cent/kWh. Wie funktioniert der Strompreisvergleich? Tipps für den richtigen Preisvergleich der Stromanbieter.
Strompreisentwicklung
Schon wieder eine Strompreiserhöhung? Die Strompreisentwicklung der letzten 20 Jahre zeigt einen Trend: der Strompreis steigt von Jahr zu Jahr. Wie entwickelt sich der Strompreis für Ihre Region?
*) Repräsentatives Beispiel im Slider oben auf der Seite: „Bis zu 720 € pro Jahr sparen„: Postleitzahl: 06711 (Zeitz), Verbrauch: 6.500 kwH, alle Boni ausgewählt, Sparpreis: 1.785,65 €, ENSTROGA Energie, Vollstrom komplett sicher, Vergleichspreis: 2.536,66 €, Stadtwerke Zeitz, Zeitz Strom basis HH









